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 Tipps für Anfänger?

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SunnyTheCool
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BeitragThema: Tipps für Anfänger?   Mo 30 Dez - 8:59

Hallo liebe Community,

ich bin nun 17 Jahre alt und wirklich kein guter Schüler, erstrecht nicht im Fach Deutsch. Doch irgendwie macht mir das Erfinden eigener Geschichten und das Niederschreiben meiner Gedanken sehr viel Spaß und ich möchte einen Roman schreiben. Auch wenn mir klar ist, dass ich mich nicht hinsetzen kann und sofort einen Bestseller schreiben kann, habe ich mir bereits eine Geschichte, Hauptcharaktere und deren Eigenschaften ausgedacht und möchte dies auch umsetzen. 
Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

1.) Ich weiß, dass das Schreiben eines Buches nicht leicht ist und kenne Bücher, in denen bestimmte Situationen über Seiten hinweg beschrieben werden, es dem Leser aber doch nicht langweilig vorkommt und flüssig zu lesen ist. Wie erreiche ich dies? Ich weiß viele Wörter bzw. Attribute einfach nicht richtig zu verwenden und mir kommt es so vor, als würden sich meine Texte beim Lesen nur in die Länge ziehen. Schwer zu beschreiben.


2.) In der Geschichte, die ich mir ausgedacht habe, geht es um eine Endzeitsituation. Also in die Richtung SciFi. Die Frage ist nur, wie ich die Geschehnisse vor der eigentlichen Handlung abarbeiten soll, da ich es aus der Ich-Perspektive des Protagonisten erzählen möchte.

3.) Manchmal schreibe ich 10 Seiten ohne Pause, manchmal fällt mir aber nichtmal genug Stoff für die ersten 2 Seiten ein. Wie handhabt ihr das, wenn ihr einfach verzweifelt, da es zuviele Wiedersprüche in eurer Logik gibt?

Hoffentlich kann mir jemand meine Fragen beantworten und mir vielleicht den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Wäre echt nett. Achja - Wenn dies hier der falsche Bereich im Forum für solche Fragen ist, dann verschiebt den Thread bitte einfach. Smile

Euer Sunny.
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Felix Hartmann
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BeitragThema: Re: Tipps für Anfänger?   Mo 30 Dez - 9:56

Also Punkt eins und drei kenne ich gut, weshalb ich mich hier angemeldet habe, denn durch die Meinung der anderen verbesserten man ja seinen Stil und bekommt neue Inspirationen.

Punkt 2 könntest du über eine Erinnerung ganz am Anfang oder ein Stück für Stück erinnern machen, indem sich der Ich-Erzähler an die Ereignisse (wenn er denn sie mit erlebt hat) erinnert oder die Erzählungen von Freunden oder Familienmitgliedern revue passieren lässt.

Gruß Felix
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Freiheit
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BeitragThema: Re: Tipps für Anfänger?   Mo 30 Dez - 10:02

Vlt. Stellst du dich mal vor Smile
Wenn du das noch nicht getan hast...
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http://www.devaprog.de/scribblings/index.php?sid=29dedf2c6a8b1f7
SunnyTheCool
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BeitragThema: Re: Tipps für Anfänger?   Mo 30 Dez - 11:00

Felix Hartmann schrieb:
Also Punkt eins und drei kenne ich gut, weshalb ich mich hier angemeldet habe, denn durch die Meinung der anderen verbesserten man ja seinen Stil und bekommt neue Inspirationen.

Punkt 2 könntest du über eine Erinnerung ganz am Anfang oder ein Stück für Stück erinnern machen, indem sich der Ich-Erzähler an die Ereignisse (wenn er denn sie mit erlebt hat) erinnert oder die Erzählungen von Freunden oder Familienmitgliedern revue passieren lässt.

Gruß Felix

Ja das mit dem inneren Monolog habe ich mir auch schonmal gedacht, sowas wie ein Kapitel nur damit. Oder ein Zeitungsartikel damit, so als 1. Kapitel praktisch. Danke dir Smile

Freiheit schrieb:
Vlt. Stellst du dich mal vor Smile
Wenn du das noch nicht getan hast...

Werde ich machen. Very Happy
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Reakel
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BeitragThema: Re: Tipps für Anfänger?   Mi 1 Jan - 1:12

Hallo SunnyTheCool,

zu 1.: Das erreicht man, indem man nicht einfach über viele Seiten hinweg etwas beschreibt, sondern einen Nebenkonflikt mit einbaut, sei er auch noch so klein. So versucht man Beispielsweise in Dialogen immer einen kleinen Konflikt drin zu haben, und sei es nur, dass sich zwei necken. 
Neben Konfliktsituationen gibt es noch etwas anderes, um den Leser bei der Stange zu halten: "komische" Situationen. Also Situationen, in denen der Protagonist (mit dem sich der Leser z.B. durch aufzeigen menschlicher Schwächen schon ein bisschen identifiziert haben sollte!) in peinliche Situationen begibt ... wenn man das gekonnt hinbekommt, kann man auch zwischendrin wichtige Informationen einspeisen, und der Leser will trotzdem unbedingt weiterlesen (wer will nicht wissen, wie es weitergeht, wenn z.B. der eigentlich liebenswerte Prota mit einer anderen Frau in flagranti von seiner heißgeliebten und temperamentvollen Freundin erwischt wird? Oder wenn der Prota plötzlich gezwungen ist, nackt durch's Kaufhaus zu rennen?).
Solche "Spannungslückenfüller" muss man in solchen langatmigen Stellen des Romans, die man aus irgendwelchen Gründen nicht weglassen kann, versuchen einzubauen, damit der Leser weiterliest und das Buch nicht in die Ecke knallt - denn genügend Alternativen zum Lesen gibt es heutzutage mehr als genug. 

zu 2.: In diesem Fall könntest du Rückblenden anbringen, da die Vergangenheit dem Leser brennend interessieren wird, da es ein sehr ungewöhnliches und "breitbandig pompöses" Szenario ist. Aber auch hier ist Vorsicht geboten! Was man als Rückblenden weglassen kann, sollte man weglassen, denn auf das gute Maß kommt es an, wie überall im Schriftstellerischen. Immer den Leser bei der Stange halten, eventuell vor einer Rückblende mit einem Cliff-Hanger (aber bitte keine flachen, sondern wenn, dann was ausgefallenes!) oder noch besser: mit einer peinlichen Situation ... und bevor man die Rückblende anbringt, sollte man unbedingt darauf achten, vorher einen Bezug zur Geschichte herzustellen ... also dem Leser muss es in den Fingern jucken, er muss wissen wollen, was früher geschehen ist - sonst läuft man Gefahr, dass der Leser die Rückblende einfach überspringt oder das Buch zur Seite legt. 

zu 3.: Spazieren gehen. Mal die Augen schließen. Oder raus in die Welt. Einfach mal Abstand nehmen, und dann etwas später die Gedanken wieder sortieren, und all das erstmal gnadenlos streichen, was unlogisch erscheint, bis alles wieder logisch ist - die zuvor "unlogischen" Teile kann man dann wieder Stück für Stück einweben. Mit persönlich hilft es, wenn ich mir einen Block nehme und einfach den Plot skizziere, immer mehr ins Detail gehe ... aber da hat jeder seine andere Technik, du musst deine eigene finden.


Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Ein frohes 2014!

Liebe Grüße,
Reakel
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Dragonfly
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BeitragThema: Re: Tipps für Anfänger?   Do 2 Jan - 7:16

SunnyTheCool schrieb:
Hallo liebe Community,

ich bin nun 17 Jahre alt und wirklich kein guter Schüler, erstrecht nicht im Fach Deutsch. Doch irgendwie macht mir das Erfinden eigener Geschichten und das Niederschreiben meiner Gedanken sehr viel Spaß und ich möchte einen Roman schreiben. Auch wenn mir klar ist, dass ich mich nicht hinsetzen kann und sofort einen Bestseller schreiben kann, habe ich mir bereits eine Geschichte, Hauptcharaktere und deren Eigenschaften ausgedacht und möchte dies auch umsetzen. 
Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

1.) Ich weiß, dass das Schreiben eines Buches nicht leicht ist und kenne Bücher, in denen bestimmte Situationen über Seiten hinweg beschrieben werden, es dem Leser aber doch nicht langweilig vorkommt und flüssig zu lesen ist. Wie erreiche ich dies? Ich weiß viele Wörter bzw. Attribute einfach nicht richtig zu verwenden und mir kommt es so vor, als würden sich meine Texte beim Lesen nur in die Länge ziehen. Schwer zu beschreiben.


2.) In der Geschichte, die ich mir ausgedacht habe, geht es um eine Endzeitsituation. Also in die Richtung SciFi. Die Frage ist nur, wie ich die Geschehnisse vor der eigentlichen Handlung abarbeiten soll, da ich es aus der Ich-Perspektive des Protagonisten erzählen möchte.

3.) Manchmal schreibe ich 10 Seiten ohne Pause, manchmal fällt mir aber nichtmal genug Stoff für die ersten 2 Seiten ein. Wie handhabt ihr das, wenn ihr einfach verzweifelt, da es zuviele Wiedersprüche in eurer Logik gibt?

Hoffentlich kann mir jemand meine Fragen beantworten und mir vielleicht den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Wäre echt nett. Achja - Wenn dies hier der falsche Bereich im Forum für solche Fragen ist, dann verschiebt den Thread bitte einfach. Smile

Euer Sunny.
 Hallo Sunny,

zunächst will ich sagen, das es immer mehrere Arten des "Lernen" gibt. Viele Dinge die du in deinem Beitrag erfragst, habe ich auch mühsam erlernen müssen. Der Grund, warum es mühsam war ist recht simpel, in der "Kritik" hat man mir das Problem und dessen Lösung nicht genau beschrieben, sondern nur gesagt, dass ist schlecht. Super, damit kann man aber gerade als Anfänger nichts anfangen. Aus diesem Grund habe ich mir damals so meine Gedanken gemacht und mit Angela zusammen eine, finde ich, ganz gute Methode entwickelt, bei denen gerade Anfänger recht schnell Fortschritte machen. Das Prinzip ist eigentlich logisch: Learning by doing. Aber verzeih, ich rede um den heißen Brei.

1. Oh ja, die beliebte "Spannung". Denn das ist es, was den Leser am Lesen hält, auch wenn die Geschichte mal nicht rasant voran prescht. Ich selbst nenne es auch gerne "Brotkrummen-Methode". Dazu muss man sich genau überlegen, was man preisgeben will. Häufig genügt ein Satz, manchmal muss es ein bisschen mehr sein. Ansonsten stimme ich vollkommen mit Reakel überein. Doch wie in allem ist das A und O, die Handlung steht vor den Informationen. Wenn du so schreibst, wie dein Charakter es in diesem Moment gerade erlebt, hast du meist den Leser auch am Harken.

2. Hier würde mich interessieren von welchen "Geschehnissen" du da sprichst. Denn wenn du diese Informationen vor der eigentlichen Geschichte platzierst, besteht akute Infodump Gefahr. (d.h. anders ausgedrückt fehlplatzierte Informationen, die den Leser aus der Handlung reißen). Vielleicht schaust du auch mal bei auf den Toren von Chrono vorbei diesbezüglich. Wir haben uns auf das Erbauen und Ausarbeiten bezüglich Welten, Geschichte und Charakter spezialisiert. 

3. Das kennt wahrlich jeder Schreiberling. Mal fließt es aus den Fingern und an anderen Tagen stockt es irgendwo zwischen Kopf und Fingern. Dein beschriebenes Problem der Widersprüche ist jedoch ein ganz anderes Thema. Ich persönlich bin z.B. eine Spontan-Schreiberin, d.h. ich schreibe am besten ohne Plot. Doch wenn ich im zuvor geschriebenen einen Logikfehler habe oder mir etwas unbewusst nicht passt, stockt der Fluss und ich brüte an dem Problem. Wenn das gelöst ist, klappt es auch wieder mit dem Schreiben.
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